Ich habe mich auch ein wenig mit dem Thema Abtreibung beschäftig und was mich am härtesten getroffen hat, war ein Bild eines solchen 3 Monate alten Babys. Ein Mitstudent hat mal zu dem Thema gesagt: Na ja das kann man finde ich schon machen als Arzt so ein Kind abtreiben, ist doch nur ein Zellhaufen.
Von wegen, das Herz fängt schon in der vierten Entwicklungswoche, also nach spätestens 28 Tagen nach der Befruchtung an zu schlagen. Die komplette Embryogenese ist nach 8 Wochen abgeschlossen, d.h. alles ist im Grunde schon fertig, das Kind wächst nur noch.
In Deutschland werden jährlich 130.000 Kinder abgetrieben (mehr als Oldenburg Einwohner hat). Ich finde es ist gar nicht fassbar was da passiert und es ist schon so integraler Bestandteil unserer Gesellschaft, dass eine Mutter das Krankenhaus verklagt, wenn es mit der Abtreibung nicht so klappt, wie sie es sich vorgestellt hat. (Wahnsinn)
Irgendwas muss da ja auch falsch gelaufen sein, wenn ein Kind zehn Stunden lang im Krankenhaus liegt und mit dem Tod ringt, wo es doch, wie allgemein angenommen, die Aufgabe eben dieser Institution sein soll jedem ohne Vorurteile, in Herkunft, Geschlecht und so weiter, zu helfen.
Zu dem muss ich sagen, dass ich nicht wusste, dass es so was wie "Spätabtreibungen" gibt.
Greifswald ist führend in Neonatologie. Hier wird um jedes Kind gekämpft, das geht ab 500 g los. Es ist echt unglaublich, was da möglich ist.
Auf Grund irgendeines Gesetzes oder irgendeiner straffreien Zone wird so ein Kind in Oldenburg einfach liegen gelassen.
da könnte ich ausrasten.
