@Achim
Jetzt weißt du auch, warum wir mittlerweile eine griechische Bibel, ein
griechische Wörterbuch und ein griechisches Grammatikbuch haben
Bisher habe ich nur in der Elberf. überhaupt den Hinweis gefunden,
dass das Wort unter anderem auch "hochbinden" bedeutet.
Alle anderen deutschen Übersetzungen verschweigen das.
Bei E-Sword habe ich jetzt nicht mehr nachgeschaut, ob es alle Bedeutungen
auflistet, oder nur die, die für die Übersetzung herangezogen wurde (was
ich mal vermute, weil es bei E-Sword anscheinend eher gängige Praxis ist,
nur die verwendete Version anzuzeigen).
Das im Text verwendete Wort ist "airo".
Seine Grundbedeutung ist : Hochheben
als erweiterte Bedeutung folgen : aufheben, erheben, in die Höhe heben, mit sich tragen, wegtragen, fortschaffen, wegnehmen, beseitigen
Jedoch kann man nicht so ganz pauschal sagen, dass es hier wegen der
anderen Übersetzungsmöglichkeit bzw. der Grundbedeutung falsch benutzt wurde.
Denn es kommt im N.T: 101 mal vor und ich würde jetzt Pi-mal-Daumen
sagen, dass es 50% Richtung Hochheben und 50% Richtung wegnehmen
benutzt wird.
Daher ist die Begründung : "Grundbedeutung" kein Argument (erstmal), dass
hier eine falsche Übersetzung benutzt wurde.
Also gehen forschen wir mal weiter.
Was haben wir hier den vor uns?
Ein Gleichnis, Jesus benutzt hier ja etwas "Natürliches", nämlich einen
Weinstock und Reben, um etwas zu verdeutlichen.
Also schauen wir uns doch mal im Natürlichen einen Weingärtner und den
Umgang mit Weinstock & Rebe an.
Und das sieht so aus:
Wenn an einem Weinstock eine Rebe zu tief hängt und Kontakt mit dem
Boden ( der Erde => die Welt) hat, dann bringt diese Rebe keine Frucht mehr.
Dann kommt der Weingärtner und, nein, weil er ja Frucht von der Rebe
möchte, weil das sein Wille ist, nimmt er diese Rebe nicht weg, sondern
er bindet sie hoch, damit sie wieder Frucht bringen kann.
Und mit diesem natürlichen Vorgehen vergleich hier Jesus seinen Vater,
damit unseren Vater und uns (seine Kinder).
Gottes Wille ist, dass wir Frucht bringen, damit dadurch sein Reich hier
gebaut wird. Und derjenige, der keine Frucht bringt, den will Gott
"hochheben", zum Licht, zur Liebe, zu seinem Wort, damit er Frucht
bringen kann.
Gott hat so sehr die Welt geliebt (und das waren alles Sündern), dass er
seinen Sohn gab, damit alle, die
an ihn glauben errettet werden.
Da steht nicht, dass alle die glauben und Frucht bringen
Und wie sieht es aus mit den "Neugläubigen" oder dehnen, die zwar von
neuem geboren sind, aber keine Lehre (oder falsche) erhalten.
Die werden kaum im Sinne Gottes Frucht bringen (können).
Nimmt er sie dann weg? Gibt es für Neugläubige eine Schonfrist, haben
sie z.B. ein Jahr Zeit, aber dann muss was kommen?
Ab wann ist genug Frucht gebracht, dass wir nicht weggenommen werden?
Für mich sind diese Dinge ein recht überzeugendes Argument, dass in Vers 2 hochbinden gemeint ist.
Denn bisher habe ich nirgedns in Gottes Wort einen Vers gefunden, der
aussagt, dass Gott errettete Kinder von sich aus wieder "abschneidet".
Nächster Punkt ist: wer ist wann
in Ihm ?
Ganz einfach: Jeder, der von neuem geboren ist!
Und zwar immer. Sogar dann, wenn das äußere Leben das nicht widerspiegelt.
Es ist der Stand, den Kinder Gottes haben. Wir sind in Ihm versetzt.
Auch wenn uns das vielleicht nicht bewußt ist, wenn wir das noch nicht
mal kennen, weil das nicht gepredigt wird oder sonst was.
Als Kind Gottes bist du in Christus, du bist eine neue Schöpfung.
Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, dieses zu beenden.
Und zwar dann, wenn ein Kind Gottes die "Sünde zum Tode" begeht.
Das ist die bewußte Entscheidung, die Errettung Jesu abzulehnen,
und zwar nachdem man von neuem geboren wurde und diese Fülle
auch erkannt hat, in den Gaben geflossen ist.
Man ist sich also absolut bewußt, was man da tut und welche Folgen es hat.
Wer da die Erlösung Jesu ablehnt, wer das Ewige Leben nicht mehr will,
der behegt die Sünde zum Tode, die nicht mehr vergeben wird.
Und das sagt Vers 6 aus. Von diese bewußte Abkehr gibt es kein zurück mehr.