hajo1 hat geschrieben:
OK, wenn keiner was schreib, dann ich mal wieder.
schön, das freut mich

hajo1 hat geschrieben:
Galater 4,1
Ich sage aber: solange der Erbe unmündig ist, unterscheidet er sich in nichts von einem Sklaven, obwohl er Herr über alles ist;
Erben sind wir, also Christen die Jesus als Herrn angenommen haben.
Röm 8,17
17 Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi...
Eph 3,6
6 Die Nationen sollen nämlich Miterben und Miteinverleibte sein und Mitteilhaber der Verheißung in Christus Jesus durch das Evangelium
Ja, hast du sehr schön herausgestellt. Genau so ist es. Alle Kinder Gottes sind Erben.
hajo1 hat geschrieben:
Das Wort "Unmündiger" bezeichnet jemand der einen Vormund oder einen Erziehungsberechtigten brauch, ein kleines Kind zum Beispiel. Oder jemanden, der noch nicht volljährig ist.
Ja, es bedeutet zum einen im juristischen Sinne unmündig, kann auch
kindisch bedeuten (so wie albern, ungezogen u.ä.)
hajo1 hat geschrieben:
Nehmen wir einmal an, ein König bekommt seinen ersten Sohn, er wird später alles erben. Nach seiner Geburt, wir der kleine Knirps das wohl noch nicht verstehen, obwohl ihm das Erbe zusteht.
Gutes Beispiel, trifft genau
hajo1 hat geschrieben:
Und ich glaube, dass Paulus hier dieses Bild gebraucht und Christen beschreibt, die vor kurzen "von neuem Geboren wurden" (Chrsitenslang - ich weiß es nciht anders auszudrücken, sorry) und bis zu dem von Gott festgesetzten Zeitpunkt als Unmündige beschrieben werden, weil sie noch nciht richtig verstanden haben oder verstehen können, was es heißt Miterbe von Jesus Chritus zu sein. Das wir es noch nicht vollständig begriffen haben, macht ja nicht so wirklich was, denn Paulus sagt ja trotzen "ist er Herr über alles!"
Auf den ersten Blick und mit den ersten Gedanken passt das schon.
Ab wann ist denn jemand Erbe? In dem Augenblick, an dem er sein Erbe antritt, vorher ist er "nur" als Erbe auserwählt. In dem Augenblick, wo jemand
etwas erbt, ist er auch Verwalter dieser Dinge. Es sei denn, er ist nicht
in der Lage, dass Erbe sinnig zu verwalten, dass er unmündig ist.
Dann bekommt er einen Vormund, der für ihn Entscheidungen trifft.
Der Erbe hat keinen Einfluß mehr, wie es weiter geht (bis er mündig wird).
Diese ganze Beschreibung trifft sehr wohl auf Christen zu, die erst gerade
von neuem geboren wurden, da ihnen noch Lehre fehlt.
Die Frage ist: Könnten auch "alte" Christen damit gemeint sein? Können auch "alte" Christen unmündig sein?
Und die Antwort darauf finden wir in Hebräer 5,11-14
Die Christen sind träge geworden im Hören (der Predigt, Lehre).
Und obwohl sie der Zeit nach schon Lehrer sein sollten, hatten sie es wieder nötig, dass sie selber gelehrt werden,
und zwar die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes, also quasi die Grundlagen dessen,
wer sie sind, was es bedeutet, eine neue Schöpfung zu sein, ein Kind des lebendigen Gottes, was ihnen als Erbe alles gehört und das sie verwalten sollten.
SIe sind solche geworden, die wieder Milch nötig haben, und nicht feste Speise.
Und dadurch sind sie wieder unerfahren in der Gerechtigkeit Gottes.
Das bedeutet, dass sie nicht mehr wissen, dass sie kein Bewußtsein mehr
darüber haben, was es bedeutet, vor Gott als Gerechter zu stehen,
was diese Gerechtigkeit alles beinhaltet.
Die Korinther waren auch nicht anders (1.Kor 3, 1-3)
Weil die "fleischlich gesinnt" waren, konnten sie keine feste Speise vertragen, sondern nur Milch, und können es immer noch nicht vertragen.
Was bedeutet "fleischlich gesinnt"?
Wenn wir nach Menschenweise wandeln, als nach unserem Verstand, nach
unserer Sinneserkenntnis, wenn wir unseren Glauben auf Erfahrungen
statt auf Gottes Wort bauen, wenn wir meinen, dass wir ja nur Menschen
sind, und es für Menschen normal ist, dass man nicht jeden mag,
dass man auch ruhig streiten kann (und der andere sich entschuldigen muss) usw. usw. usw.
Solch ein Verhalten zeigt, dass man es mit Unmündigen zu tun hat.
Und bevor sich darüber jemand "aufregt", nicht ich sage das, sondern Gottes Wort!
Man kann also sehr wohl sehen, dass der "Weg zur Unmündigkeit"
recht schnell gegangen werden kann, daher ist es wichtig, dass wir
Erkenntnis darüber haben, zu was Gott uns gemacht hat, was es bedeutet,
dass wir seine Gerechtigkeit geworden sind, was es bedeutet, Verwalter
dessen zu sein, was wir geerbt haben.
Viel Spaß beim "drüber-nachsinnen"
