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 Betreff des Beitrags: Pfahl im FLeisch
Neuer BeitragVerfasst: 24/3/2007, 16:34 

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Hallo ihr Lieben!

Um mal wieder etwas zum Nachlesen zu animieren hier mal eine Frage an euch:
Im Korintherbrief steht etwas von einem Pfahl im Fleisch (selber suchen *g*),
die HfA hat es übersetzt mit "darum hat Gott mir eine Krankheit gegeben".
Was denkt ihr darüber?


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 Betreff des Beitrags: Spannend und gerne ge- oder sogar missbraucht????
Neuer BeitragVerfasst: 26/3/2007, 23:25 
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Ich finde, dass dies eine sehr interessante Textstelle ist und habe schon viele verschiedene "Auslegungen" gehört.

Bekomme oftmals ein wenig "Bauchschmerzen", wenn diese Stelle als Argument dafür dient, dass Gott eben Krankheit zulässt. Denn schließlich hat er ja sogar Paulus "krank" gelassen oder ihm sogar eigenhändig den Pfahl ins Fleisch gerammt!?? Mmh, sehr unbefriedigend. Aber immer wieder gerne zitiert. Bin gespannt, was ihr darüber denkt. Denn - ähnlich wie z.B. beim Buch Hiob - habe ich den Eindruck, dass diese Stelle in der Bibel für sehr vieles "hinhält", was so in unserem Leben passiert und wir oft nicht richtig hinschauen, wer wirklich was in welchem Zusammenhang gesagt hat. Werde mich jetzt hiermit auch nochmal näher befassen. Bis später dann mit neuen, alten Erkenntnissen !?


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 Betreff des Beitrags:
Neuer BeitragVerfasst: 6/4/2007, 08:26 
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Moin ihr Liben,

in meinr Bibel steht, das es ein Engel Satans war.

Hab leider gerad nicht so viel Zeit, mich damit näher zu beschäftigen, aber ich bleibe im "Stand by".

Die alle besten Wünsche aus "hier",
Hajo


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 Betreff des Beitrags:
Neuer BeitragVerfasst: 20/5/2007, 13:57 

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Hallo Ihr Liebe!

Sorry, dass es so lange gedauert hat, aber wie die meisten wissen,
hat sich meine "Zeitverteilung" ein wenig geändert :-)

Weiter geht es mit dem Thema, und zuerst möchte ich noch mal auf
ein Ding "hinweisen".

In 2.Tess 2,9-10, Offenbarung 12,9 und Johannes 8,44 lesen wir, dass
Gottes Wort sagt, dass Satan sowohl ein Verführer als auch ein Lügner ist
und das die Wahrheit nicht in ihm ist. Es steht nicht in der Bibel, dass Satan
mächtig oder stark ist, es will sehr wohl, dass wir das glauben, aber
Gottes Wort beschränkt ihn eindeutig auf Lüge und Verführung.
Das kann sich darin äußern, dass auch Bibelstellen aus dem Zusammenhang
gerissen werden, verdreht werden usw. bis dazuhin, dass er die Lüge als Wahrheit
und die Wahrheit als Lüge darstellt.

Aber Jesus gab uns in Johannes 8,31-32 den Schlüssel zur Befreiung aus
dieser Art von Gebundenheit:
"Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und
werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen".

Daher ist es wichtig, dass wir zu erst in Gottes Wort bleiben.
Das bedeutet auch, dass man nicht anfängt, etwas zwischen den Zeilen
zu lesen, was dort gar nicht steht.

Es gibt z.B. Christen, die behaupten, dass alles, was in der Bibel steht die
Wahrheit ist. Das stimmt so schon, wenn man alles im Zusammenhang läßt.
Nimmt man Verse für sich, dann trifft die Aussage nicht mehr zu, denn es stehen
auch Lügen in der Bibel, wo der Heilige Geist den Schreiber dazu
inspirierte, das aufzuschreiben.
Z.B. die Antwort von Ananias und Saphira in Apg. 5,1-5

Genau so ist es wichtig, was alles in einem Vers steht und auch, was
eventuell vorher (vielleicht sogar ein Kapitel vorher) oder nachher noch folgt.

Wenn jemand behauptet, dass der Heilige Geist uns von Sünde überführt,
dann hat er nicht nur die Textstelle nicht aufmerksam gelesen ( denn dort steht,
dass er die Welt von Sünde überführt, wir sind aber nicht die Welt, sonder
die noch nicht von neuem geborenen sind gem. Bibel die Welt), noch hat
er weitergelesen, denn es wird sogar erklärt, was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist.
Sünde, dass sie nicht an Jesus glauben. Also, wenn ein Christ nicht an Jesus glaubt, dann hat er schon ein Problem ;-)

Genauso steht in Joh. 8, 31-32, dass die Erkenntnis der Wahrheit frei macht. Die Wahrheit alleine reicht nicht, sondern die Erkenntnis der Wahrheit ist es,
die uns frei macht. Und auch für sich alleine stimmt der Vers nicht, denn er
ist daran gebunden, dass wir in Gottes Wort bleiben, erst dann werden wir erkennen können und frei werden.

Das als noch-mal-zur-Erinnerung (Glaube kommt vom Hören .... *g* )

Der Dorn fürs Fleisch bei Paulus: Was war der denn nun?

Völlig unabhängig, was wir bisher gehört haben, darüber gelesen haben,
gelehrt bekommen haben, oder was andere darüber denken,
unser erster Weg ist : Gottes Wort!
Und das sagt schon selber, was der Pfahl war (wie Hajo schon sagte): EIN ENGEL SATANS

Und auch wenn es HfA anders schreibt und in einigen Bibel in der Fusszeile
der Hinweis steht, es könnte sich um eine Krankheit handeln, es steht
nicht so in Gottes Wort.
Und da kommt jetzt jeder an einen Punkt, wo er sich entscheiden muss.
Glaube ich, was Gottes Wort sagt, oder was daraus gemacht wurde.
Damit lass ich euch erstmal wieder ein wenig alleine und melde mich
demnächst wieder ;-)

Noch einen schönen Sonntag


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 Betreff des Beitrags:
Neuer BeitragVerfasst: 24/6/2007, 11:07 

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Beiträge: 133
Wohnort: Remels
So, jetzt habt ihr alle lange genug Zeit gehabt, euch zu entscheiden *g*
Also machen wir mal weiter.
Bekannterweise hole ich weit, ganz weit aus, aber das hilft.

In 2.Korinther 11,3 schreibt Paulus:
"Ich fürchte aber, es könnten, wie die Schlange mit ihrer List Eva verführte,
o auch eure Sinne verdorben und von der Einfalt gegen
Christus abgelenkt werden."

Warum jetzt diese Textstelle?
Sie zeigt, wie der Teufel agiert. Paulus schreibt nicht, dass der Teufel so stark
ist, dass er sie überwältigt oder besiegt. Er zeigt auf, dass der Teufel mit List
die Sinne verdirbt und man so von Jesus abgelenkt wird.
Wenn man einen Pfeil im Flug ablenkt, der wird sein Ziel nicht mehr treffen,
daher ist es wichtig, dass wir uns nicht ablenken lassen.
Jesus drückt es in Matthäus 15,6 sinngemäß aus:" Ihr macht das Wort
Gottes durch die Tradition der Menschen unwirksam" (so übersetzt es auch
die King-James-Version).

Im 2. Korintherbrief, Kapitel 12 finden wir Paulus' Bericht über seine Offenbarung
und den Grund dafür, warum ihm der Engel Satans geschickt wurde:

"Und ich weiß von dem betreffenden Menschen (ob im Leibe, oder außerhalb
des Leibes, weiß ich nicht; Gott weiß es), dass er in das Paradies entrückt wurde
und unaussprechliche Worte hörte, welche keinem Menschen zu sagen
vergönnt ist. Wegen eines solchen will ich mich rühmen, meiner selbst
wegen aber will ich mich nicht rühmen, als nur meiner Schwachheiten.
Wenn ich mich zwar rühmen wollte, würde ich darum nicht töricht sein, denn ich
würde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, damit niemand
mehr von mir halte, als was er an mir sieht oder von mir hört.
Und damit ich mich der außerordentlichen Offenbarungen nicht überhebe,
wurde mir ein Pfahl fürs Fleisch gegeben, ein Engel Satans, dass er mich
mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe." (2.Kor. 12,3-7)

Der erste Grund, warum so viele mit Paulus' Pfahl ein Problem haben ist,
dass sie glauben, dass Gott ihm den Pfahl gab.
Diese Vermutung hält sie davon ab, dem, was der Teufel ihnen zugedacht hat,
irgendeinen Widerstand entgegenzusetzen.

Ganz bestimmt war der Pfahl keine Blindheit oder Augenleiden, denn davon
wurde er in Apg. 9,18 geheilt, als Ananias ihm die Hände auflegte.
Paulus selber identifiziert ihn als Boten Satans, der dazu entsandt war,
überall dort, wo Paulus predigte, Unruhe anzufachen.
Wir "tun" weise daran, den Boten nicht anders zu deuten, als Paulus es uns
schreibt.
Auch für alle anderen reingedachten Krankheiten gibt es keinen Hinweis,
und da es sich nicht um eine Krankheit handelte, geht es hier auch nicht
darum, ob Gott Paulus heilte oder nicht.
Es geht darum, dass Paulus aufgrund der Autorität des Wortes Gottes
handelte, um die Absicht des Boten Satans zunichte zu machen.
Jakobus 4,7 sagt:"Unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht
er von euch"
Jakobus sagte nicht, dass der Teufel von Gott fliehen würde, denn es ist
nicht in Gottes Verantwortung, Satan zu widerstehen. Aber gemäß Gottes
Wort wird der Teufel von uns fliehen, wenn wir ihm widerstehen.

Wenn also Paulus nicht widerstand - indem er Vollmacht über diesen Boten
Satans ausübte - dann tat Gott das auch nicht.
Anders ausgedrückt: Gott konnte es nicht tun, wenn Paulus es nicht tat.

Der Grund, warum viele Leute nicht verstehen, was Paulus' Pfahl im Fleisch
war, ist, dass sie glauben, dass er ihn von Gott bekommen hätte.
Aber ist euch aufgefallen, dass die Schrift das gar nicht sagt? Es war ein
Engel des Teufels, der Paulus gesandt wurde.

Und doch behaupten einige Bibelkommentare, dass Gott Paulus einen
Pfahl ins Fleisch gab und das es eine Krankheit oder ein Gebrechen war,
um Paulus demütig zu halten.
Und aufgrund dieser Meinung lesen sie, was die Antwort des Herrn an Paulus
war: "Lass dir an meiner Gnade genügen" und nehmen an,
dass Jesus / Gott sagte: "Nein, Paulus, ich werde dich nicht heilen".

Beim nächsten Mal gibt's mehr

Liebe Grüße
Motte


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 Betreff des Beitrags:
Neuer BeitragVerfasst: 31/7/2007, 01:32 
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Mensch Motte,

das muss ich mir später auf alle Fälle anschauen. Wir sehen uns bald ;-)

Viele Grüße
Achim


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Neuer BeitragVerfasst: 16/9/2007, 22:33 

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So, lange ist es her, aber nun geht es endlich etwas weiter, ich hoffe doch,
ihr seid gespannt.

Was denkt ihr, gibt es in der Bibel einen Hinweis darauf, dass Gott
jemanden, der in seinem Dienst steht, erst mal eine Offenbarung
gibt, die schon "unaussprechlich" ist, und im selben Zug hindert Gott
ihn daran, dass er darüber nicht predigen kann?
Das würde überhaupt nicht zu Gott und seinem Wort passen.

"Damit ich mich nicht überhebe" bezieht sich auf die Tatsache, dass, wenn
der Bote Satans nicht gegen Paulus gesandt gewesen wäre, um Unruhe zu stiften,
Paulus überall, wo er hinkam und predigte, schnell zu dem Punkt gekommen wäre,
dass die gesamte damals bekannte Welt mit Gottes gewaltiger Offenbarung
in Berührung gekommen und verändert geworden wäre.

Aber Paulus konnte nicht frei predigen, denn er wurde überall vom Teufel
daran gehindert.

Stellt euch doch mal selbst die Frage: Warum sollte Gott Paulus die Offenbarung
über die neue Geburt geben (die es bis dahin ja noch nicht gegeben hat!),
und gleichzeitig jemanden bestimmen, der zu jedem Ort, an dem Paulus
predigt, jemanden schickt, der dafür sorgt, dass Unruhe aufkommt, damit
er diese Offenbarung nicht weitergeben kann?
Und warum sollte Gott dann auch noch ausgerechnet einen Engel Satans
dafür nehmen? Die haben doch schon gegen Gott rebelliert und nicht auf
sein Wort gehört, und nun sollen sie plötzlich einen Auftrag von ihm ausführen?
Die Antwort ist schon recht offensichtlich: Es war nicht Gott, sondern der Teufel,
der Paulus daran hindern wollte, dass die Welt über das Geschenk der
neuen Geburt informiert wird.


Es hat den Anschein, dass dieser Bote Paulus bereits in Antiochia "zugeteilt"
wurde. In der Schrift lesen wir:" ... dass die Jünger zuerst in Antiochia Christen genannt wurden"
(Apg. 11,26b)
Das ist wichtig zu wissen, denn Paulus war ein ganzes Jahr in Antiochia und
predigte über diese Offenbarung (Vers 26).
Seine Predigt war so "effektiv", dass die Leute begannen, sie Christen (Gesalbte) zu nennen.
Man beachte, nicht die Jünger nannten sich so, sondern die Menschen der
Stadt nannten sie Gesalbte. Ihr Leben muss eine derartig starke "Außenwirkung"
gehabt haben, dass sie nicht "komische Vögel" waren, oder man schlecht
über sie redete, sondern die Welt nannte sie GESALBT.
Das, was Paulus über die neue Geburt predigte muss so gewaltig gewesen
sein, dass der Teufel unbedingt verhindern wollte, dass noch mehr Menschen
damit erreicht werden. Er musste diese Offenbarung stoppen.
In Antiochia begann die Verfolgung und offensichtlich erfolgte sie wegen
der Offenbarung, die Paulus predigte.

In Joh. 11,47-48 sagten die Pharisäer und Hohepriester, als Jesus Lazarus von den Toten auferweckte:
"Was tun wir? Dieser Mensch tut viele Zeichen.
Wenn wir ihn so lassen, werden sie alle an ihn glauben..."

Das Evangelium wuchs in Jesu Dienst dermaßen an, dass sie sagten,
dass sich jeder ihm zuwenden würde.
Wahrscheinlich war es mit Paulus in Antiochia so ähnlich, die Predigt seiner
Offenbarung hat seinen Dienst in den Augen der Menschen so erhöht, dass
er das Potential hatte, die Welt mit dem Evangelium zu erreichen.
Dann rückt "Und damit ich mich nicht überhebe..." in ein anderes Licht, nämlich
zu "Ich wäre durch die Offenbarung über die Maßen erhoben worden, sogar bis zu dem Punkt,
dass die Welt dieses Evangelium empfangen hätte".

So, demnächst geht’s weiter,
liebe Grüße
Motte


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