Hallo ihr Lieben, es ist mal wieder so weit *g*
Könnt ihr euch vorstellen, wie es ist, jemanden richtig gut zu kennen?
Was hat das für Einfluss auf euer Leben?
Könnte es sein, dass man weiß, wie sich derjenige verhält, warum er jenes gerade tut,
warum er wie auf eine Situation reagiert?
Wenn mir jemand erzählen würde, dass meine Frau während ich auf Dienstreise oder Lehrgang bin mir untreu war, dann würde ich schmunzeln und sagen: Damit bist du bei mir auf dem Holzweg, das ist nicht wahr.
Ich kenne meine Frau und weiß, was sie tut (meistens zumindest *g*) und vor allem, was sie auf jeden Fall nie tun würde. Jetzt kannst du sicherlich sagen: Na, da kann man sich aber nie 100% sicher sein.
Vielleicht solltest du dir dann mal Gedanken machen, wie es um deine Beziehung zu deinem Partner steht. Denn man kann sich sicher sein. Je mehr man „eins“ wird, je mehr man sich austauscht, Zeit miteinander verbringt, desto mehr lernt man sich kennen, desto tiefer wird die Beziehung, desto besser weiß man über den anderen Bescheid und kennt ihn.
Ich denke, da wird mir keiner widersprechen. Und bei Gott ist das nicht anders, warum auch?
Das heißt, es ist schon anders, denn Gott kennt keine „Launen“ oder ähnliches, er hat sich an sein Wort gebunden und wird sich immer gemäß seines Wortes verhalten.
Und da kommen wir zu ich sag mal Kapitel 1

- Ist Gott schizophren?
An einer Stelle der Bibel wird befohlen, dass jemand, der am Sabbat Stöcke aufhebt gesteinigt werden soll (4. Mose 15, 32-35), an anderer Stelle wird einer Frau vergeben, die beim Ehebruch erwischt wurde (Joh. 8, 3-11). Und beides ist noch im Alten Bund.
Wie kann das sein?
Auch wenn einige es als „Blasphemie“ ansehen => das Alte Testament ist unvollständig!!!
Das Wort Gottes widerspricht sich selber nicht. Wenn es das täte, dann könnten wir das ganze Buch in die Tonne werfen, weil man sich nicht mehr sicher sein könnte, was denn noch wahr ist und was gelogen ist. Es gibt eine perfekte Harmonie in dem Ganzen. Wer mag, der komme jetzt weiter mit, den Einklang zu sehen, in dem das Alte und das Neue Testament miteinander stehen, um ein besseres und vollständigeres Erkennen der Natur Gottes zu erlangen.
Gott hat uns versprochen, dass er sich von jedem, der ihn von ganzem Herzen sucht, finden lassen wird. Lass dich ermutigen, vom Alten loszulassen und zu suchen. Wenn du mit Kindern Verstecken spielst und beim Suchen immer nur hinter demselben Baum suchst wirst du recht wenig Erfolg haben. Wenn du dir schon vorher fest vorgenommen hast, wen du finden willst,
dann wirst du eine Menge übersehen. Und wenn du keine Lust zum Spielen hast, wird es dir kaum Freude bringen.
Aber zurück zum Text *g*
Im Alten Testament sehen wir ein Bild von Gott, das unvollständig ist. Es ist nicht falsch, nur unvollständig. Gott war nicht im A.T. der „grausame, harte, strafende Gott“ und plötzlich im N.T. der liebende Vater, er war immer derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.
Wer sich sein Gottesbild hauptsächlich aus dem A.T. bildet, der hat ein unvollständiges Bild von Gott. Wichtig ist es, dass wir zuerst das N.T. (den Neuen Bund) verstehen und das dann mit dem A.T. zusammenbringen. Sonst wird man die Liebe Gottes und die Gesamtheit seiner Natur falsch deuten.
Was denkt ihr: Hätte Jesus, wenn er zur Zeit Josuas gelebt hätte, sich auch so wie Josua verhalten?
(Josua war der mit : Töte alle Männer, Frauen, Kinder, Vieh & Co.)
Josua lag ganz bestimmt nicht mit dem, was er tat, neben Gottes Willen. Er folgte Gott und Gott handelte auf die Art und Weise, wie er in der damaligen Zeit in einer gefallenen Welt handeln musste. Gott hat sich an sein Wort gebunden, und deshalb „muss“ Gott handeln.
Viele schreien dann gleich auf, dass Gott souverän ist und keinen Zwängen unterliegt. Das stimmt nur zur Hälfte. Ja, Gott ist souverän, und er selber hat sich „Zwänge“ auferlegt, nämlich durch sein Wort. Und er selber hat sich an sein Wort gebunden ( es steht z.B. geschrieben, dass bei Ihm nicht mal der Schatten eines Wechsels ist!!!). Und genau deshalb haben wir überhaupt die Möglichkeit, ihn durch sein Wort kennenzulernen.
Es ist völlig egal, was du bisher über Gott gelesen oder gehört hast: Gott wünscht sich von Herzen, dass du an den Punkt gelangst, an dem du ihn wirklich kennst und eine vertraute Beziehung zu ihm hast. Und ein „... Gott, es wäre schon ganz gut wenn ..., aber wenn es nicht dein Wille ist, dann halt nicht“, hat überhaupt nichts mit einer vertrauten Beziehung zu tun. Es zeigt sogar sehr deutlich, dass man Gott in diesem Punkt nicht kennt, denn man bittet um etwas, von dem man nicht weiß, ob Gott das will. Jesus hat nur ein einziges Mal so gebetet, und zwar im Garten Gethsemane, als er Gott bat, wenn es möglich ist, den Kelch an ihm vorübergehen zu lassen. Und Jesus wusste, dass es keinen anderen Weg gab, daher sein: „nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe“. Jesu Wille war in diesem Augenblick nicht im Einklang mit dem Willen des Vaters, denn er wollte, wenn es möglich ist, dass der Kelch vorübergeht.
Und Jesus wusste, was der Wille des Vaters ist, daher sein: „nicht mein Wille, sondern dein Wille“. Daraus ein Standardgebet abzuleiten und an allem „nicht mein Wille, sondern dein Wille“ anzuhängen ist mehr als falsch. Ich habe es selber zig Jahre so gemacht, weil ich Gott gar nicht kannte. Das hat es aber nicht richtiger gemacht. Im Gegenteil, diese „Idee“ hat mich in sehr vielen Dingen einfach nur blockiert. Ich hatte ein „Vaterbild“ von einem Gott, der uns straft, der uns „schlägt“, um uns was zu lehren. In Demut vor ihm im Staub kriechen, das war das Höchste.
Ich freue mich immer, wenn mir meine Kinder um den Hals fliegen, wenn ich das Strahlen in ihren Augen sehe, wenn sie mich sehen - weil ich meine Kinder liebe. Gott liebt uns noch viel mehr! Warum sollte es ihn freuen, wenn wir wie Würmer auf der Erde kriechen? Ein Despot verhält sich so, aber kein liebender Vater. Heutzutage würde das Jugendamt einem solchen Vater wahrscheinlich sogar die Kinder wegnehmen. Man denke mal darüber nach

.
Und nun mal eine kleine „Aufgabe“ für all die, die hier noch mitlesen *g*
Lest euch mal folgende Stellen durch (es geht um Gericht im Alten Bund):
1.Könige 21,1-24 + 1.Könige 22,38 + 2.Könige 9,30-37
sowie 2.Könige Kapitel 1 über Ahab + Offenbarung 11,5
Damit wird es dann demnächst weitergehen.
Bis dahin alles Liebe
Motte