@Bibo
Im Prinzip ist es ganz einfach, Gott hat es uns ja einfach gemacht, und nicht schwer
Gott schaut dein Herz an, nicht dich als Geist (der ist eh aus Gott und 100% TOP,
also bist du auch 100% TOP !!!), noch deine Seele oder deinen Körper.
Das Herz ist der Ort, wo DU Entscheidungen triffst.
DU kannst dich entscheiden, mit dem Heiligen Geist in die Wahrheit zu gehen,
genauso kannst DU dich entscheiden, alles aus der gewohnten Blickrichtung zu betrachten,
und DU kannst meinen, dass du dich entschieden hast, aber in deinem Herz ist das Gegenteil.
Von deinem Herzen hängt es erstmal ab.
Es gibt Christen, die kommen nicht in die Wahrheit hinein, weil sie sich nicht
entscheiden, das auch wirklich zu tun, sondern sie halten an anderen Dingen fest.
Das ist erstmal Grundlage (wobei man bei dir sehr gut sieht, dass du dich
sehr wohl und sehr gut entschieden hast, wer suchet, der findet).
Viele Bibelzitate "relativieren" sich schon selber, wenn man mal den ganzen
Abschnitt liest (lasst euch dabei nicht von der Kapitelstruktur der Bibel beirren,
ein Abschnitt kann Kapitelübergreifend sein, teilweise werden da Umstände,
Umgebungen beschrieben, dass Dinge in ein anderes Licht rücken).
Gal. 5,1 ff zeigt, dass es nicht darum geht, wieder in Sünde zu fallen.
Es geht darum, dass ein Christ, der vom Fluch des Gesetzes befreit wurde
durch die Gnade nicht wieder in Gesetzlichkeit verfallen soll.
Aus Gesetzlichkeit resultieren diese: du muß, du darfst nicht, usw...
Beginn mal ab Gal 4 zu lesen, dann erkennt man sehr schnell den Zusammenhang von Gal.5,1
Zu dem "leer und gefegt".
Stellt dir einfach die Frage: Kannst du damit gemeint sein?
Sagt nicht Gottes Wort, dass du aus Gott geboren und mit dem Heiligen Geist versiegelt bist?
Wie kannst du dann leer sein?
Jesus lebt in dir (Gal. 2,20), damit bist du ganz schön voll würde ich sagen
Wer kann denn leer und gefegt sein?
Vielleicht jemand, aus dem ein böser Geist ausgetrieben wurde und er
anschließend nicht von neuem geboren wird (weil er das Evangelium nicht gehört hat)?
Jesus hat aus einem Menschen einen bösen Geist ausgetrieben, diesen hat
man zu ihm gebracht. Es wird nichts weiter dazu gesagt, wie es mit dem
Mann weitergeht, aber man könnte es erstmal so sehen, dass er durch die
Tat Jesu ihn auch als seinen "Retter" angenommen hat.
Die Pharisäer (die geistliche Leiterschaft) wollten das so nicht sehen und
forderten nun ein Zeichen (nach dem Motto: Los, treib noch einen Geist aus).
Hätte Jesus dieses getan, "einfach so" bei jemanden einen bösen Geist
austreiben, und dieser hätte Jesus nicht angenommen, so wäre sein Haus
"leer und gefegt" gewesen.
Ist das "nachvollziehbar"?
zu Gal.5,16
Vom Griechischem her ist es wie im Deutschen: Wenn das Wort "Heiliger"
nicht davor steht, dann kann man nicht erkennen, ob es "mein" Geist oder der "Heilige" Geist ist.
Also schaut man, worum es im dem Gesamtabschnitt überhaupt geht
und was man sonst noch zu diesem "Thema" findet / weiß.
Welche Aufgabe hat denn der Heilige Geist?
Er ist uns als Beistand, Helfer, Lehrer usw. gegeben.
Vor allem ist er ein Helfer, der dir bei deinen Sachen hilft.
Er ist nicht dein Macher, er macht nicht einfach Dinge für dich.
Dann könnten wir uns in Ruhe zurücklehnen und sagen: Heiliger Geist, mach du.
Welche "Eigenschaften" hat denn der Heilige Geist, wie würde mein Leben
denn aussehen, wenn ich darin wandle?
Keine Ahnung, habe ich (noch) nichts darüber in der Bibel gefunden.
Was ich aber gefunden habe:
Gott ist Geist und wir sind aus Gott geboren, aus seiner Substanz.
Und Gott ist Liebe (Agape), damit ist auch diese göttliche Art von Liebe
in mir, weil ich Geist bin.
Wie diese Liebe aussieht kann man in 1.Kor. 13 sehr gut nachlesen.
Ein Wandel im Geist als "Geistwesen" wäre demnach ein Wandel in Gottes
Art von Liebe, auch in Gottes Art von Glaube, ein Wandel, wie Gott auf
dieser Erde wandeln / leben würde.
Und das ist meinem Fleisch (das hat nur Bedürfnisse, will immer nur haben,
sieht nur sich selbst, ist gewissenlos) genau entgegen.
Wenn ich nun im Geist wandel, dann kann ich nicht im Fleisch sein.
Wenn ich mich in einer Lebenssituation für das entscheide, was Gott in
mich durch die neue Geburt hineingelegt hat, dann wandel ich im Geist
und lasse das entsprechende Leben nach außen.
Und das ist nicht etwas, was du selbst produzieren mußt (eigene Anstrengung),
dann wärst du schon wieder im Fleisch.
Im Geist wandeln ist, in den Fähigkeiten, die Gott dir gegeben hat, zu leben,
und nicht in deinen "alten, menschlichen Fähigkeiten".